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Was unterscheidet Mittelspannungs-Unterseekabel von anderen Typen?

Aufrufe: 0     Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 30.01.2026 Herkunft: Website

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Was unterscheidet Mittelspannungs-Unterseekabel von anderen Typen?

 

Mittelspannungs-Seekabel sind speziell für die Energieübertragung unter Wasser konzipiert. Im Vergleich zu herkömmlichen Landkabeln müssen Seekabel hydrostatischem Druck, Korrosion, mechanischen Stößen und langfristiger Feuchtigkeitseinwirkung standhalten.

 

Mittelspannungs-Unterseekabel werden in der Regel je nach Installationsanforderungen und Projektbedingungen entweder in einer einadrigen oder dreiadrigen Konstruktion ausgeführt.

 

Wichtige Strukturmerkmale

Mittelspannungsseekabel bestehen üblicherweise aus folgenden Schichten:

 

  • Leiter (Kupfer oder Aluminium, Klasse 2 oder verdichteter Leiter gemäß IEC 60228)

  • Leiterschirm

  • XLPE-Isolierung (Wasserbaum-hemmender Typ)

  • Isolierschirm

  • Metallischer Schirm (Kupferdrähte oder Kupferband)

  • Wassersperrende Längsschichten

  • Radiale Wassersperre (Bleimantel oder gewellter Aluminiummantel)

  • Bettungsschicht

  • Einfache oder doppelte Stahldrahtarmierung

  • Äußere Servierschicht (PE oder PP)

 

Jede Schicht dient einem bestimmten technischen Zweck und gewährleistet elektrische Zuverlässigkeit und mechanischen Schutz unter Unterwasserbedingungen.

 

Dreikern- vs. Einkern-Design

Dreiadrige Seekabel werden üblicherweise für dreiphasige Mittelspannungsverteilungssysteme verwendet. Diese Konfiguration reduziert die Komplexität der Installation und eignet sich für Anwendungen in Küstennähe oder auf kürzeren Strecken.

 

Für höhere Nennströme oder längere Übertragungsentfernungen werden aufgrund der besseren Wärmeableitung und der geringeren elektromagnetischen Wechselwirkung häufig einadrige Seekabel in Kleeblattanordnung bevorzugt.

 

Auswahl der Isolierung

Das wasserbeständige XLPE ist das am häufigsten verwendete Isoliermaterial für Mittelspannungs-Unterseekabel. Es bietet:

 

  • Hohe Spannungsfestigkeit

  • Hervorragende thermische Leistung

  • Lange Lebensdauer

  • Gute Beständigkeit gegen Wasserbaumalterung

 

EPR-Isolierung kann verwendet werden, wenn eine höhere Flexibilität erforderlich ist, XLPE bleibt jedoch die dominierende Wahl für die meisten U-Boot-Stromversorgungsanwendungen.

 

Wasserschutzsystem

Im Gegensatz zu Landkabeln benötigen Seekabel einen mehrschichtigen Wasserschutz:

 

  • Längswasserblockierung (wasserquellende Bänder oder Pulver)

  • Radiale Wassersperre (Bleimantel oder gewellter Aluminiummantel)

  • Äußere Umhüllung für zusätzlichen Umweltschutz

 

Dieser Aufbau verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und gewährleistet eine langfristige Betriebssicherheit.

 

Mechanischer Schutz

Die Stahldrahtpanzerung sorgt für Zugfestigkeit bei Verlegearbeiten und schützt vor äußeren mechanischen Beschädigungen wie Ankern, Fanggeräten oder Abrieb am Meeresboden.

 

Doppelpanzerungen werden häufig in Flachwasser- oder Hochrisikozonen eingesetzt.

 

Isolationsvergleich: TR-XLPE vs. EPR

Mittelspannungs-Seekabel verwenden hauptsächlich zwei Isolationssysteme: TR-XLPE (Tree-Retardant Cross-Linked Polyethylene) und EPR (Ethylen-Propylen-Kautschuk).

Beide Materialien sind in Kombination mit geeigneten wasserblockierenden Systemen für U-Boot-Umgebungen geeignet.

Isolationstyp

Vorteile

Überlegungen

TR-XLPE

Geringe dielektrische Verluste, hohe dielektrische Festigkeit, hervorragende thermische Leistung, hohe Beständigkeit gegen Alterung durch Wasserbaum

Etwas geringere Flexibilität im Vergleich zu EPR

EPR

Höhere Flexibilität, gute Beständigkeit gegen mechanische Beanspruchung, gute dielektrische Leistung

Höhere dielektrische Verluste im Vergleich zu XLPE

Im modernen MV-Unterseekabeldesign wird TR-XLPE aufgrund seiner geringeren dielektrischen Verluste und seiner hervorragenden Langzeitalterungsleistung häufig eingesetzt.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Schutz vor Wassereintritt durch spezielle Wasserblockiersysteme und Metallummantelungen und nicht nur durch das Isoliermaterial allein erreicht wird.




Leitermaterialien

 

Mittelspannungs-Seekabel können je nach Projektanforderungen entweder Kupfer- oder Aluminiumleiter verwenden.

 

Kupferleiter

  • Höhere elektrische Leitfähigkeit

  • Kleinerer Leiterquerschnitt bei gleicher Stromstärke

  • Höhere Zugfestigkeit

  • Geeignet für Hochstromanwendungen

 

Aluminiumleiter

  • Geringere Dichte (geringeres Gewicht)

  • Kostengünstig für die Fernübertragung

  • Wird häufig bei Export- und Array-Kabeln für Offshore-Windparks verwendet

 

Die Wahl zwischen Kupfer und Aluminium hängt ab von:

 

  • Aktuelle Bewertung

  • Installationsbedingungen

  • Beschränkungen des Kabelgewichts

  • Budgetüberlegungen

  • Technische Spezifikationen des Projekts

 

Durch die richtige Konstruktion und Installation von Steckverbindern ist eine zuverlässige Leistung beider Leitertypen gewährleistet.


Wasserblockierendes und Panzerungssystem

 

Unterseekabel benötigen einen umfassenden Wasserschutz, um eine langfristige Zuverlässigkeit unter hydrostatischem Druck zu gewährleisten.

 

Der Wasserschutz in Mittelspannungs-Unterseekabeln wird typischerweise durch Folgendes erreicht:

 

Längswasserblockierung

 

Verhindert die Wasserwanderung entlang der Kabelachse im Falle einer Mantelbeschädigung.

 

Zu den gängigen Methoden gehören:

 

  • Wasserquellbare Bänder

  • Wasserblockierendes Pulver

  • Wasserquellbare Garne

  • Anschwellende Schnüre

 

Diese Materialien dehnen sich bei Kontakt mit Wasser aus und verschließen die Schadstelle.

 

Radiale Wasserbarriere

 

Verhindert das Eindringen von Wasser von außen in das Kabelinnere.

Radiale Wasserbarrieren bestehen typischerweise aus:

 

  • Bleischeide

  • Gewellter Aluminiummantel

 

Diese metallischen Schichten sorgen für vollständige radiale Wasserdichtigkeit und Korrosionsbeständigkeit.

 

Panzerungssystem

 

Die Panzerung sorgt für mechanische Festigkeit und äußeren Schutz.

 

Zu den Funktionen gehören:

  • Zugfestigkeit bei Verlegearbeiten

  • Beständigkeit gegen Meeresbodenabrieb

  • Schutz vor Fischereiaktivitäten und Ankern

  • Schlag- und Druckfestigkeit

 

Panzerungsarten:

  • Einzeldrahtarmierung (SWA)

  • Doppelte Drahtarmierung (DWA)

 

Doppelte Panzerungen werden häufig in Flachwasser- oder Hochrisikozonen eingesetzt.



Seekabelbau (MV)

Mittelspannungsseekabel sind mehrschichtige technische Systeme. Jede Schicht erfüllt eine bestimmte elektrische oder mechanische Funktion.

Schicht

Technische Funktion

Leiter

Kupfer- oder Aluminiumleiter (IEC 60228), trägt Nennstrom

Dirigentenbildschirm

Eine halbleitende Schicht steuert die Verteilung des elektrischen Feldes und beseitigt Spannungskonzentrationen

Isolierung

TR-XLPE- oder EPR-Isolierung sorgt für Spannungsfestigkeit und Spannungsfestigkeit

Isolierschirm

Halbleiterschicht sorgt für ein gleichmäßiges elektrisches Feld und eine Schnittstelle zum Metallschirm

Metallischer Bildschirm

Kupferdrähte oder Kupferband sorgen für Fehlerstrompfad und elektromagnetische Abschirmung

Wasserblockierende Schicht

Verhindert die Längswanderung von Wasser

Radiale Wasserbarriere

Bleimantel oder gewellter Aluminiummantel sorgen für radiale Wasserdichtigkeit

Bettungsschicht

Bietet mechanische Trennung und Schutz vor der Panzerung

Panzerung

Stahldrahtarmierung für Zugfestigkeit und mechanischen Schutz

Äußere Portion

HDPE- oder PP-Außenschicht zum Schutz der Umwelt

 

 

Zusätzliche strukturelle Überlegungen

Unterseekabel verfügen im Vergleich zu Landkabeln typischerweise über zusätzliche Struktur- und Schutzschichten, um Folgendes zu überstehen:

  • Hydrostatischer Druck

  • Mechanische Einwirkung

  • Abrieb des Meeresbodens

  • Zugkräfte bei der Montage

Bei manchen Projekten können in Unterwasserstromkabel Glasfasereinheiten für Kommunikations- und Überwachungszwecke integriert sein.

Der Kabelaußendurchmesser variiert je nach Spannungsniveau, Leitergröße und Bewehrungstyp und kann bei Mittelspannungsanwendungen 50 mm überschreiten.




Schutzelemente in Mittelspannungs-Unterseekabeln

Unterseekabel erfordern umfassende Schutzsysteme, um eine lange Lebensdauer in Meeresumgebungen zu gewährleisten.

Schutzelement

Technische Funktion

Isoliersystem

TR-XLPE oder EPR sorgen für Durchschlagsfestigkeit und thermische Leistung

Metallischer Bildschirm

Bietet Fehlerstrompfad und elektromagnetische Abschirmung

Längswasserblockierung

Verhindert die Wassermigration entlang der Kabellänge

Radiale Wasserbarriere

Bleimantel oder gewellter Aluminiummantel sorgen für radiale Wasserdichtigkeit

Bettungsschicht

Mechanische Trennung vor der Panzerung

Panzerung

Stahldrahtarmierung sorgt für Zugfestigkeit und externen mechanischen Schutz

Äußere Portion

HDPE-Außenschicht bietet Schutz vor Umwelteinflüssen und Abrieb

Der Unterseekabelschutz ist aufgrund der rauen Meeresumgebung deutlich robuster als herkömmliche Landkabelkonstruktionen.




Fertigungs- und Verbindungstechnik

Unterseekabel werden mit kontrollierten Extrusions- und Vernetzungsprozessen hergestellt, um eine gleichmäßige Isolationsqualität zu gewährleisten.

Werksverbindungen (FJ) oder Werksvulkanisierte Verbindungen (FVJ) werden zur Verbindung großer Produktionslängen verwendet. Diese Gelenke erhalten:

  • Elektrische Integrität

  • Mechanische Festigkeit

  • Wasserdichtigkeit

Zu den Fügeverfahren gehören typischerweise:

  • Leiterschweißen

  • Rekonstruktion des Leiterschirms

  • Nachvernetzung von VPE-Isolierung

  • Wiederherstellung des Isolierschirms

  • Erneutes Anbringen von Metallhüllen und Wasserbarrieren

  • Elektrische Stückprüfung gemäß IEC-Normen


Qualitätskontrolle und Prüfung

Qualitätssicherung ist bei der Herstellung von Seekabeln von entscheidender Bedeutung. Die Produktion folgt strengen Inspektions- und Testverfahren gemäß IEC-Standards wie IEC 60502-2 (für Mittelspannungskabel).

Zu den Tests gehören in der Regel:

  • Messung des Leiterwiderstands

  • Teilentladungsprüfung (PD).

  • Prüfung der Wechselspannungsfestigkeit

  • Prüfung der Hüllenintegrität

  • Maßprüfung

  • Röntgenprüfung für geschweißte Metallmäntel oder Werksverbindungen

Aufgrund ihrer eingeschränkten Zugänglichkeit nach der Installation unterliegen Seekabel im Vergleich zu Landkabeln strengeren Qualitätskontrollen.




Vergleich: U-Boot- und Landkabel

Aspekt

Unterseekabel

Landkabel

Designumgebung

Entwickelt für Meeres- und Unterwasserbedingungen

Konzipiert für die terrestrische Installation

Produktionsprozess

Beinhaltet wasserblockierende Systeme, Metallhüllen und schwere Panzerung

Normalerweise keine radiale Wasserbarriere

Mechanische Festigkeit

Ausgelegt für hohe Zugbelastungen beim Verlegen

Begrenzte Zuganforderungen

Installation

Verlegung durch Kabelverlegeschiffe mit kontrollierter Spannung

Installiert in Gräben oder Kanälen

Panzerung

Je nach Meeresbodenbedingungen einfache oder doppelte Stahldrahtpanzerung

Oft ungepanzert oder leicht gepanzert



Leistungsanforderungen in U-Boot-Umgebungen

Hydrostatischer Druck und Tiefe

Der hydrostatische Druck steigt pro 10 Meter Wassertiefe um etwa 0,1 MPa. Unterseekabel müssen unter diesen äußeren Belastungen ihre strukturelle Integrität und elektrische Leistung aufrechterhalten.

Radiale Wasserbarrieren und eine robuste Panzerung sorgen für langfristige Zuverlässigkeit auch in großen Tiefen.




Flexibilität und mechanische Festigkeit

Unterseekabel müssen Flexibilität und mechanische Festigkeit in Einklang bringen, um Folgendes standzuhalten:

  • Montagebiegen beim Verlegen

  • Unregelmäßigkeiten am Meeresboden

  • Wärmeausdehnung während des Betriebs

  • Äußere mechanische Aggression

Durch die richtige Kabelkonstruktion wird die Einhaltung des Mindestbiegeradius und der maximal zulässigen Zuglastanforderungen sichergestellt.




Umweltresistenz

In Meeresumgebungen sind Kabel Folgendem ausgesetzt:

  • Korrosion durch Salzlösung

  • Abrieb durch Meeresbodenmaterialien

  • Äußere Einwirkungen durch Fanggeräte oder Anker

 

Die HDPE-Außenhülle und die korrosionsbeständige Armierung schützen das Kabelsystem über eine lange Lebensdauer.


Korrosionsschutz von Unterseekabeln

Unterseeische Stromkabel werden in aggressiven Meeresumgebungen eingesetzt, in denen Salzwasser, hydrostatischer Druck und mechanische Stöße die Lebensdauer erheblich beeinträchtigen können. Daher sind Korrosionsschutz und wasserabweisendes Design für die langfristige Zuverlässigkeit von entscheidender Bedeutung.

 

Ein typisches Unterwasserstromkabel umfasst die folgenden Schutzelemente:

1. Metallische Wasserbarriere

Seekabel sind in der Regel mit einer durchgehenden metallischen Wassersperre ausgestattet, wie zum Beispiel:

  • Bleischeide

  • Gewellter Kupfermantel

  • Gewellter Aluminiummantel

Diese Ebene bietet:

  • Radiale Wasserdichtheit

  • Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit

  • Mechanische Verstärkung

 

Im Gegensatz zu textilen Umhüllungsschichten ist der metallische Mantel die primäre Barriere, die das Eindringen von Wasser in das Isolationssystem verhindert.

2. Radiale und longitudinale Wasserblockierung

Um die Wasserwanderung entlang der Kabellänge im Falle einer äußeren Beschädigung zu verhindern, verfügen Unterseekabel über Folgendes:

  • Wasserquellbare Bänder

  • Wasserblockierende Verbindungen

  • Längsabdichtungskonstruktionen

Dadurch wird sichergestellt, dass lokale Schäden nicht zu einem fortschreitenden Ausfall entlang des Kabels führen.

 

3. Außenhülle

Die Außenhülle besteht typischerweise aus hochdichtem Polyethylen (HDPE) oder ähnlichen Materialien in Marinequalität. Es bietet:

  • Hervorragende Beständigkeit gegen Meerwasserkorrosion

  • Hohe mechanische Festigkeit

  • Abriebfestigkeit beim Verlegen und beim Kontakt mit dem Meeresboden

 

Als zusätzliche Schutzschicht kann Polypropylengarn eingesetzt werden, es ist jedoch nicht die primäre Korrosionsbarriere.


4. Stahldrahtpanzerung

Die Panzerung aus verzinktem Stahldraht bietet:

  • Zugfestigkeit für die Installation

  • Mechanischer Schutz gegen Stöße und Angelaktivitäten

  • Beständigkeit gegen äußere mechanische Beanspruchung

Abhängig von der Installationstiefe und den Bedingungen des Meeresbodens können Kabel Folgendes verwenden:

  • Einzeldrahtarmierung (SWA)

  • Doppeldrahtarmierung (DWA)

Bei Tiefwasseranwendungen ist das Panzerungsdesign optimiert, um Gewicht und Zugleistung in Einklang zu bringen.

 

5. Kathodischer Schutz (projektspezifisch)

 

Kathodische Schutzsysteme werden im Allgemeinen für Offshore-Pipelines und große Stahlkonstruktionen eingesetzt.

Bei Seekabeln wird die Korrosionsbeständigkeit hauptsächlich erreicht durch:

  • Verzinkte Panzerung

  • Schützender Außenmantel

  • Metallische Wasserbarriere

Bei bestimmten Projektentwürfen kann ein kathodischer Schutz in Betracht gezogen werden, er ist jedoch nicht Standardmerkmal aller Unterseekabel.

 

Bei richtiger Konstruktion, hochwertigen Materialien und korrekten Installationsmethoden können Unterseestromkabel in rauen Offshore-Umgebungen eine Lebensdauer von 25–40 Jahren oder mehr erreichen.

Unterseekabelanwendungen

Unterseeische Stromkabel werden dort eingesetzt, wo Freileitungen oder unterirdische Landkabel nicht realisierbar sind.

Sie werden häufig eingesetzt in:

  • Netzanbindung von Offshore-Windparks

  • Stromübertragung zwischen den Inseln

  • Cross-Meer-Verbindungsprojekte

  • Offshore-Öl- und Gasplattformen

  • Meeresinfrastruktur und Unterwasseranlagen

Diese Kabel sind für den Betrieb unter folgenden Bedingungen ausgelegt:

  • Hoher hydrostatischer Druck

  • Starke Meeresströmungen

  • Bewegung des Meeresbodens

  • Langfristige Salzwasserexposition

Um eine langfristige Systemzuverlässigkeit sicherzustellen, sind eine ordnungsgemäße Streckenvermessung, eine Bewertung der Vergrabungstiefe und ein Schutzdesign von wesentlicher Bedeutung.


Bedeutung der Einhaltung internationaler Standards

Durch die Einhaltung international anerkannter IEC-Normen wird sichergestellt, dass Unterwasserstromkabel strenge Anforderungen an elektrische Leistung, mechanische Festigkeit und langfristige Zuverlässigkeit erfüllen.

Jeder Standard spielt eine bestimmte Rolle:

  • IEC 60228 gewährleistet Leiterqualität und elektrische Effizienz.

  • IEC 60502 / 60840 / 62067 definiert Isolationsaufbau, Typprüfung und Spannungsleistungsanforderungen.

  • IEC 60229 garantiert die Integrität des Außenmantels und den Schutz vor dem Eindringen von Feuchtigkeit.

  • IEC 60287 gewährleistet genaue Stromberechnungen, um Überhitzung zu verhindern.

  • IEC 60853 definiert die Leistung unter zyklischen und Notlastbedingungen.

  • IEC 60092 unterstützt die Einhaltung der elektrischen Anforderungen für Offshore- und Schifffahrtszwecke.

  •        Durch die Einhaltung dieser Standards erreichen Seekabelsysteme Folgendes:

  • Erhöhte Betriebssicherheit

  • Verlängerte Lebensdauer

  • Reduzierte Wartungskosten

  • Verbesserte Projektgenehmigung und Bankfähigkeit

  • Zuverlässige Leistung in rauen Meeresumgebungen


FAQ

Was unterscheidet Seekabel von Landkabeln?

Unterseekabel haben mehr Schichten als Landkabel. Diese Schichten halten Wasser fern und verhindern, dass Meerestiere das Kabel verletzen. Sie schützen das Kabel auch vor starkem Druck unter dem Meer. Landkabel benötigen nicht alle diese Schichten. Unterseekabel verwenden spezielle Materialien, um Rost und Beschädigungen zu verhindern.

Können normale Mittelspannungskabel unter Wasser verwendet werden?

Nein, unter Wasser können Sie keine normalen Kabel verwenden. Normale Kabel blockieren kein Wasser und haben keine starke Panzerung. Unter Wasser brechen sie schnell. Wählen Sie immer Kabel, die für den Einsatz unter Wasser geeignet sind.

Wie lange halten Mittelspannungs-Seekabel?

Die meisten Seekabel haben eine Lebensdauer zwischen 25 und 40 Jahren. Eine gute Installation trägt dazu bei, dass sie länger halten. Dank robuster Materialien halten sie außerdem länger. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie das Kabel häufig überprüfen.

Warum verwenden manche Unterseekabel Aluminium statt Kupfer?

Aluminium macht das Kabel leichter als Kupfer. Dies hilft beim Verlegen von Kabeln in tiefem Wasser. Kupfer eignet sich besser für den Stromtransport, ist aber schwerer und teurer.

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